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14.01.15 -

Ostfriesentee & Glaubensgespräche – Mitarbeiterklausur auf Langeoog


Siegen. Langeoog.Vom 4. bis 7. Januar 2015 starteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter samt einigen Vertretern des Vorstandes das Jahr mit einer besonderen Zeit auf der Nordseeinsel Langeoog.

Am ersten Abend lernten wir in einer heiteren Runde bei dem Spiel „Therapy“ uns gegenseitig besser einzuschätzen. Geschäftsführer Tobias Lang führte uns als „Therapeut“ durch den Abend und wir erfuhren neben neuen Erkenntnissen über unsere Kollegen, welche Babys öfters lächeln, wie viele Personen in Träumen durchschnittlich auftauchen und was die meisten Bundesbürger in ihrem Urlaub am liebsten tun. Es war schön, die Klausur in einem solch ungezwungenen und lustigen Rahmen zu beginnen.




Gastreferent Klaus Göttler (Praxisdozent an der Evangelistenschule  Johanneum in Wuppertal) lieferte wertvolle Impulse in den Bibelarbeiten zur Apostelgeschichte. „Was nützt mir der Glaube?“  – das fragten sich auch die Athener, als Paulus ihnen von Jesus predigte (Apostelgeschichte 17, 16-34). Wichtig für uns sei, dass wir nicht in eine sogenannte „Glücksfalle“ tappen – immer wieder vermittele man auch heutzutage den Glauben als eine Art Lebenshilfe, verbunden mit einem Versprechen, dass nun alles besser werde. Wichtig für uns in der Verkündigung sei, dass wir Menschen in eine Beziehung zu Jesus Christus einladen. Der christliche Glaube ist keine Ideologie. Die entscheidende Frage sei, ob wir bzw. die Menschen, denen wir begegnen, ein festes Lebensfundament mit Jesus Christus haben. Das wollen wir verkündigen!




Anschließend haben wir uns in einigen Einheiten mit dem Leitbild der *dzm beschäftigt. Hilfreiche Fragen zur Orientierung waren in unseren Überlegungen z. B. „Was leitet uns?“, „Woran glauben wir?“, „Was verbindet uns?“, „Wohin gehen wir?“, „Woher kommen wir?“ und „Womit sind wir beauftragt?“. Wir merkten: das gemeinsame Arbeiten und Überlegen an diesen Fragen hat uns voran gebracht. Eine Arbeitsgruppe wird sich weiter intensiv mit dem Thema beschäftigen.

In einer weiteren Bibelarbeit (Apg. 19) lernten wir etwas über Anfechtungen, die uns in der Verkündigung begegnen können und wie wichtig es ist, Gesprächsfähigkeit über unseren Glauben einzuüben. Einige Menschen, die in Ephesus zum Glauben fanden und früher Zauberei betrieben hatten, räumten in ihrem Leben auf und verbrannten die entsprechenden Bücher. Wo können wir heute Menschen, die zu Jesus kommen, beim Aufräumen in ihrem Leben helfen? Wie gehen wir mit inneren und äußeren Kämpfen um? Die Beschäftigung mit dem Text gab uns wichtige Impulse für den praktischen Dienst.


In einem Vortrag erörterte Klaus Göttler dann noch die Bedeutung der Evangelisation in der Evangelischen Kirche. Die Begriffe Evangelisation, aber vor allem Mission wurden in den letzten Jahren wieder populärer. Interessant ist aber, welche Inhalte bzw. Ziele damit vor allem verfolgt werden: Bei Mission geht es vor allem um die Weitergabe christlicher Grundgedanken (im Sinne von Information, Bildung). Beliebtes und erhofftes Ziel ist es, den Kirchenaustritten entgegenzuwirken. Evangelisationen in unserem Sinne können also demnach z. B. trotz zahlreicher Bekehrungen als erfolglos gelten, wenn die Bilanz der Kirchenaustritte bzw. -eintritte nicht positiv ausfällt. Die Begriffe werden also neu belegt und gelten als behandelt. Dadurch gerät das eigentliche Anliegen von Evangelisation sogar eher in den Hintergrund. Die meisten sozialdiakonischen Arbeiten und auch neue Projekte
haben keinen Bezug zur zeugnishaften Evangelisation.





Nach drei Tagen mit frischer Nordseeluft, guten Gesprächen und einigen Ostfriesentees hieß es wieder Abschied nehmen und zugerüstet in ein neues dzm-Jahr als Gefährten aufzubrechen. Wir sind Gott dankbar für diese gemeinsame und gesegnete Zeit!

14.01.2015 l MH

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