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08.09.14 -

Sommerferien im Luftschutzbunker

Siegen.  Nahost-Journalist Michael Schneider aus Jerusalem informierte am dzm_Israel-Abend am 7. September in der Siegener Hammerhütte über die aktuelle Lage in Israel und Gottes Handeln an seinem Volk.




Michael Schneider beginnt seinen Vortrag mit einem Kriegs-Rückblick der letzten Wochen. In dem 50 Tage andauernden Gaza-Krieg seien 4.600 Raketen gefallen. Teilweise über 100 Raketen pro Tag. Bei Raketenalarm habe man durchschnittlich 30-45 Sekunden Zeit, um Schutz zu suchen. Wie solle man da ein normales Leben führen? Sommerferien im Luftschutzbunker – für viele Kinder in Israel der bittere Beigeschmack des geistlichen Kampfes der Erwachsenen. Wie durch ein Wunder gebe es auf israelischer Seite nur fünf tote Zivilisten und 66 gefallene Soldaten. Das Raketenabwehrsystem konnte 94% der feindlichen Raketen abwehren. Gott hört nicht auf, sich für sein Volk einzusetzen! Schneider berichtete, dass erst kürzlich 22 Palästinenser von der Hamas hingerichtet worden seien, wegen des Verdachts, mit Israel zu kooperieren. Die Hamas wolle Angst produzieren  –  Zivilisten würden als Schutzschilder missbraucht. „Wir heiligen das Leben – die Hamas den Tod“, so Schneider.


Juden aus aller Welt seien freiwillig in den Gaza-Krieg gezogen, um für Israel zu kämpfen. Wie zum Beispiel der 24-jährige amerikanische Jude Max Steinberg. Steinberg wuchs im Süden Kaliforniens auf und besuchte Israel erstmals im Juni 2012. Sechs Monate später meldete er sich dort zum Militärdienst, lernte sogar Hebräisch. Er kam als Scharfschütze in der Golani-Brigade bei heftigen Kämpfen ums Leben. Seine Beerdigung setzte ein Zeichen. Durch einen Facebook-Aufruf nahmen 30.000 Juden an seiner Beerdigung auf dem Mount Herzl in Jerusalem teil – darunter der amerikanische Botschafter Daniel B. Shapiro und Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat. Auf der Beerdigung wurde unter anderem Psalm 83 (hier ein Auszug: 2-4; 14-19; Neues Leben) vorgelesen:


„Mein Gott, schweige nicht länger, bleibe nicht so still und untätig! Sieh doch, deine Feinde rebellieren gegen dich und lehnen sich gegen dich auf. Sie verschwören sich gegen dein Volk und schmieden hinterhältige Pläne gegen die, die du beschützt. Mein Gott, blase sie fort wie Staub, verwehe sie wie Spreu im Wind! Wie ein Feuer im Wald wütet und eine Flamme Berge in Brand setzt, so verfolge sie mit deinem Sturm und erschrecke sie mit deinen Unwettern. Lass sie zum Spott werden, dass sie anfangen, Herr, nach deinem Namen zu fragen. Beschämt sollen sie sein und sich erschrecken. Was sie auch tun, es soll ihnen misslingen, bis sie erkennen, dass du allein Herr genannt wirst, der Herrscher über die ganze Erde.“

Was für ein starkes Zeugnis! Gott führt sein Volk zum Ziel! Nur durch Jesus wird Frieden kommen.

Im zweiten Teil seines Vortrages zog Michael Schneider einen Vergleich zwischen Mose und Jesus, um die Heilsgeschichte Israels und den Zusammenhang von Altem und Neuem Testament zu verdeutlichen. Was Mose für Israel tat, hat Jesus für die ganze Welt getan.



Der Abend wurde musikalisch umrahmt von der Pianistin Marie-Christin Schnell. Etwa 280 Israel-Interessierte folgten der Einladung in die Siegener Hammerhütte. dzm-Missionsleiter Mathias Lauer betonte, dass es  gerade in Anbetracht der deutschen Geschichte eine besondere Ehre sei, dass ein messianischer Jude zu uns komme, um uns Deutschen von Israel zu berichten – und das mit Gedanken des Friedens und der Versöhnung. Auch die Zuhörer zeigten sich hiervon bewegt.

Mit dem aaronitischen Segen, den Michael Schneider auf Hebräisch und auf Deutsch sprach, ging dieser besondere Abend zu Ende.


Michael Schneider referiert noch bis Donnerstag im Rahmen der dzm_Israeltage in Holzhausen über Israel. Interessierte Tagesgäste sind willkommen. Für Anmeldung und Infos können Sie sich gerne per E-Mail (info@dzm.de) oder Telefon (0271 8800-100) bei uns melden.


Schalom!


l MH 08.09.2014


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